Zur Materialsammlung „Kommunismus & Israel“

von Zapato 

 

Die bisher auf Eurer Homepage publizierten Texte halte ich für ungeeignet bis wenig geeignet, einer sinnvollen Diskussion zu Israel-Palästina als Grundlage zu dienen. Dies möchte ich kurz begründen.

Die Texte zur Position der Situationistischen Internationale habe ich, ehrlich gesagt, nur einmal quer gelesen. Mein Eindruck war, dass da viel Richtiges drin steht. Der Kontext ist jedoch eine Kritik bzw. Rechtfertigung der „SI“. Will man wirklich darüber diskutieren, ob eine kleine Intellektuellen-Gruppe, die schon lange nicht mehr existiert, Recht oder Unrecht hatte? Es gibt Tonnen von Texten, die am Nahostkonflikt wesentlich näher dran sind.

 

Der offene Brief israelischer Linker an die Partei Die Linke und der Antwortbrief von Norman Paech sind wichtige politische Dokumente, führen aber auch nicht ein in die Grundprobleme des Konflikts. Vor allem wird in diesen Papieren nichts sichtbar von der analytischen Schärfe, mit der nichtzionistische Linke in Israel zu den

verschiedenen Aspekten dieses Konfliktes Stellung nehmen.

 

Nun zu Nathan Weinstock: für mich der interessanteste Aspekt ist, dass Weinstock in den siebziger Jahren ein sehr gutes Buch geschrieben hat, das ich als historische Einführung in das Thema nahezu uneingeschränkt empfehlen würde. Heute gefällt ihm dieses Buch nicht mehr. Nun gut, so was passiert. Man wüsste nun gerne, was er heute an seinem Buch inhaltlich falsch findet. Daraus könnte man als Leser des Buches etwas lernen. Aber Fehlanzeige: Weinstock stört es, dass sein Buch linken Antizionisten als Munitionsreserve gedient hat. Punkt. Und dann kommt die übliche Leier ehemaliger 68iger: „Ach, was haben wir damals schlimme Sachen gesagt“. Worin unterscheidet sich das von den Ergüssen a la Fischer und Aly? Statt „Bekenntnis eines ehemaligen Antizionisten“ sollte der Artikel lauten: „Lamento eines Renegaten“. Es kennzeichnet die Ergüsse von Renegaten, dass sie revidierte Positionen niemals einer konkreten Kritik unterziehen, sondern sich in pauschalen Selbstbezichtigungen ergehen, um dann ihre alten Hoffnungen nebenher mit auszukippen.

 

Zu seiner „Geschichte von Hunden“: da ich keine genaueren Kenntnisse der Nahost-Geschichte habe, muss ich ihm erst mal alles so glauben. Mag schon sein, dass bei den arabischen Aufständen in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts der Wunsch, „den Juden“ unter sich zu sehen, ein wichtiges Motiv war. Die arabische Nationalbewegung war nicht frei von reaktionären Elementen. Da gäbe es noch ganz andere Beispiele.

 

Was sagt der Text denn über den gegenwärtigen Konflikt? Will Weinstock uns erzählen, dass die palästinensischen Forderungen sich aus dem Bedürfnis ableiten, Juden als Hunde unter sich zu sehen? Das wäre denn doch wohl zu bizarr. Oder zynisch: die Menschen im Westjordanland und in Gaza haben wirklich ganz andere Lebensprobleme.

 

Der Text, der mir am meisten zu knacken gab, war das ISF-Papier. In der hermeneutischen Analyse deutschzionistischer (vulgo „antideutscher“) Texte habe ich keine Übung. Meine Versuche, Bahama-Artikel zu lesen, endeten regelmäßig in Erbrechensanfällen. In meiner Naivität habe ich zunächst versucht, den Text als politischen Text zu lesen. Das konnte zu nichts führen. Es hat länger gedauert, bis ich den Punkt fand, der die Collage zusammenhält. Er befindet sich versteckt in einem Nebensatz, den man leicht überliest:

„… nach Art der eitel militanten operaistischen Gruppe Wildcat, die wirklich glaubt, Israel einer “Klassenanalyse” unterwerfen zu können.“ (Hervorhebung von mir) Zu diesem Nebensätzchen fand ich in einer englischsprachigen Online-Zeitung folgenden Kommentar:

„Oh yes, of course Israel can’t possibly be submitted to class analysis! Israel has no classes, only Jews as a homogenous collective with identitical interests. Capital accumulation doesn’t happen on Israeli territory, and the state certainly doesn’t serve to secure its smooth functioning. Israel is just shrouded in magical mystery fairy dust that prohibits even attempting to analyze it using the categories that one would use to discuss any other state on the planet.”

Erst dieser Kommentar zeigte mir, dass es den ISF-Freunden nicht darum geht, der Gruppe Wildcat die Fähigkeit zu einer Klassenanalyse abzusprechen, sondern darum, die pure Möglichkeit einer solchen Analyse zu verwerfen.

Warum muss eine solche Möglichkeit verworfen werden? Weil Israel etwas Mystisches ist! Israel ist genauso mystisch wie die heilige Dreifaltigkeit oder die leibliche Himmelfahrt Mariens. Es käme ja auch niemand auf die Idee, diese einer politischen Analyse zu unterziehen.

Es handelt sich bei dem ISF-Text nicht um einen politischen, sondern um einen theologischen Text.

Wie ist mit solchen Texten umzugehen? Mir scheint, dass der mittelalterliche Philosoph Wilhelm von Ockham den entscheidenden hermeneutischen Tip geben kann. Nach ihm gelten in der Theologie grundsätzlich andere Wahrheitskriterien als in der weltlichen Vernunft.

 

Nehmen wir z.B. den ganz nebenher eingestreuten Begriff vom „Islamfaschismus dieses Volkes“ (des palästinensischen natürlich). Politizistische Kleingeister würden da eine ganze Reihe von Fragen stellen. Etwa: Welchen Begriff von Faschismus haben Herr Bruhns und seine Mannen eigentlich? Oder: Kann es sein, dass die christlichen Palästinenser auch Islamfaschisten sind? Oder: Welche Denkmuster liegen eigentlich vor, wenn ein ganzes „Volk“ (man könnte ja auch von Nationalität sprechen) umstandslos unter eine politische Ideologie subsummiert wird? Hatten wir das nicht schon einmal?

 

Doch solches Gemecker verfehlt die Ebene, um die es geht.

 

Das ISF weiß „…daß er, Ariel Scharon, natürlich ohne es zu wollen, näher dran ist am Kommunismus als seine Kritiker, auf seine, ihm als General einzig mögliche Weise, den antifaschistischen Kampf führt als eine Art israelische Ausgabe von Buonaventura Durruti.“

 

Die israelischen Anarchisten (die sehr aktiv sind im Kampf gegen die Apartheidmauer) mögen es als schwere Beleidigung ansehen, den proletarischen Befreiungskämpfer Durutti mit dem erprobten Spezialisten für Massaker an ziviler Bevölkerung verglichen zu sehen. Doch was zählen solche Selbsthasser und Nestbeschmutzer schon! Auf der einen Seite stehen die himmlischen Heerscharen unter Führung des Erzengels Ariel – auf der anderen die Scharen Satans.

 

Hiermit muss ich es bewenden lassen. Man könnte sich noch um so manches Gedanken machen. Z.B. ob es sich hier nicht um eine Pseudotheologie handelt und darum, wofür solche Pseudotheologien überhaupt stehen. Doch genug. Auf der Spur deutschzionistischer Ideologien kommt man wohl automatisch ab von dem Thema, um das es eigentlich gehen sollte: den israelisch-palästinensischen Konflikt.

 

Da zu diesem Thema bereits ganze Bibliotheken geschrieben worden sind, kann ich mich nicht auch noch darüber verbreiten. Ich möchte deshalb nur kurz einige Punkte sammeln, auf die sich eine sachliche Diskussion konzentrieren sollte. Dabei gehe ich von der Grundposition aus, dass es um die Menschen geht, und zwar nicht um die subjektiven Befindlichkeiten deutscher Menschen, die nach einer Projektionsfläche für die unausgefochtenen inneren Konflikte mit ihren Nazieltern oder –Großeltern suchen, sondern um die Menschen, die in Israel/Palästina leben, und zwar die jüdisch-israelischen wie die arabisch-palästinensischen in gleicher Weise. Wie ist ein friedliches Zusammenleben in politischer, ökonomischer und kultureller Selbstbestimmung möglich?

 

Wer, wie die deutschzionistischen „Antideutschen“ und ihre Freunde von der antisemitischen christlichen Rechten den Palästinensern diese Rechte nicht zugestehen will, der sollte dann aber wenigstens mal erklären, wie die jüdischen Israelis diese Rechte dauerhaft in Frieden genießen sollen. Sechzig Jahre zionistischer Staat haben ein riesiges Pulverfass gefüllt. Ein Pulverfass ist immer ein ungemütlicher Sitzplatz. Israel, der Staat ohne definierte Grenzen mit einem völkisch definierten Staatsbürgerschaftsrecht verweigert der Hälfte der Bevölkerung des von ihm besetzten Landes entweder wichtige Bürgerrechte (israelische Palästinenser) oder jegliche Bürger-und Menschenrechte. Einen solchen Staat als „Apartheidstaat“ zu bezeichnen, ist eine Untertreibung. Rein „jüdische“ bzw. „weiße“ Straßen und eine hunderte km lange Sperrmauer, die das besetzte Land zerschneidet, hat es in Südafrika nicht gegeben. Ganz abgesehen von den Siedlern, die die Ernte palästinensischer Bauern in Brand setzen oder stehlen…

 

Die Lösung, die die gegenwärtige rechtsnationalistische Regierung in der Schublade hat und die ihr faschistischer Außenminister ziemlich unverhohlen ausposaunt, nämlich eine vollständige ethnische Vertreibung wäre eine Katastrophe für die jüdischen Israelis. Israel ist umgeben von arabischen Ländern. Keine arabische Regierung, die nicht vollständig vom Imperialismus abhängig ist, kann es sich leisten, die Palästinenser offen fallen zu lassen – und demokratisch legitimierte Regierungen noch weniger als despotische. Israels ultima ratio, der Abschuss der geschätzten 200 Atombomben wäre natürlich eine Lösung. Das wäre dann der Anfang vom definitiven Ende des zionistischen Staates. Allerdings nicht das Ende, das ich mir wünschen würde. In dieser“Option“ wäre auch das Ende der israelisch-jüdischen Gemeinschaft in Palästina eingeschlossen. Man mag das als Horrorphantasie ablehnen, aber diese Möglichkeit ergibt sich unter Bedingungen einer Verschärfung des Palästinakonfliktes aus der Logik des Weges permanenter Gewaltandrohung und Gewaltanwendung, den Israel seit seiner Staatsgründung geht. Es ist der israelischen Bevölkerung zu wünschen, dass sie nicht den Weg geht, den ihr die eschatologischen Vernichtungsphantasien deutschzionistischer und christlich-zionistischer Theologen weisen.

 

Der gönnerhaft-arrogante Ton, mit dem das ISF-Papier die „israelische Friedensbewegung“ mit der DFU im Deutschland der fünfziger Jahre vergleicht – soll ihr wohl den Stempel der Unbedarftheit und Naivität verpassen – hat mich dazu gebracht, mal im Internet nach Texten der nicht-bzw.antizionistischen Linken in Israel zu suchen. Ich war überrascht über die Quantität und Qualität der gefundenen Materialien. Allein, was da an Büchern geschrieben worden ist zu jedem Aspekt des israelisch-palästinensischen Konflikts! Nun kenne ich die meisten dieser Bücher selbst nicht. Ich liste deshalb im Folgenden eine Reihe von leicht im Internet abrufbaren kurzen Texten auf, die mir geeignet erscheinen, eine Diskussion über die profanen Realitäten in Gang zu setzen.

 

  

Michael Warschawski: Ist Antizionismus gleich Antisemitismus?

 

www.antiimperialista.org/de/node/2581

 

Zur Person: Wikipedia

 

„Diejenigen, die vollkommene Identifizierung mit Israel fordern, wollen uns zum Schweigen bringen. Diejenigen, die jede Kritik an Israel verurteilen, schaden Israel damit. Die einzige Möglichkeit die nationale, ethnische und konfessionelle Existenz der jüdischen Bevölkerung im Nahen Osten zu sichern, ist zu zeigen, dass es keine vollkommene Identität zwischen der israelischen Politik und dem israelischen Volk gibt. Hingegen ist der Versuch, Kritik an Israel zum Schweigen zu bringen und Solidarität mit den Palästinensern zu verurteilen das schlimmste Geschenk, das man dem israelischen Volk machen kann. Es bedeutet nicht, dem israelischen Volk zu helfen, im Gegenteil es ruft nur die totale Identifizierung zwischen der Politik seiner Regierenden und der Bevölkerung hervor…

Darum appelliere ich an Sie: "Lassen Sie sich nicht in die Defensive drängen, fahren Sie in Ihrem Kampf fort". Es ist der beste Weg, die jüdische Existenz im Nahen Osten zu sichern…

Wenn wir nicht bald dem israelischen Apartheidstaat ein Ende machen, wird uns über kurz oder lang nur der totale Krieg bleiben.“

 

  

Shir Hever: Why does Israel still occupy the Palestinians?

 

 www.mrzine.monthlyreview.org/2010/hever240910.html

 

Analysiert die ökonomischen und gesellschaftlichen Interessen, die hinter Israels fortdauernder Besatzung stehen. Shir Hever ist Wirtschaftswissenschaftler und Mitarbeiter des AIC in Jerusalem. Zur Zeit Lehrauftrag in Göttingen

 

  

Shir Hever: Israel exportiert die Besatzung

 

www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/israel_exportiert_die_besatzung

 

Zeigt, wie das kolonialistische Ausbeutungssystem die sozialen Beziehungen auch in der israelischen Gesellschaft deformiert.

 

„Dass palästinensischen Arbeitern in Israel die grundlegenden Rechte verwehrt wurden, hat die israelische Arbeiterklasse entrechtet und entmachtet. Als Israel die Praxis der Abriegelungen begann, war die heimische Industrie bereits dermaßen auf billige, ungelernte Arbeitskraft angewiesen, dass man Gastarbeiter aus Ostasien, Afrika, Osteuropa, Lateinamerika herbringen musste, um die palästinensischen Arbeiter zu ersetzen. Andernfalls wären das gesamte Baugewerbe und die Landwirtschaft zusammengebrochen…

Man kann sagen, dass die Besatzung der palästinensischen Gebiete Israels zweitgrößter Exportartikel nach der Waffenindustrie geworden ist.

 

 

Shir Hever: The political economy of Israels occupation 1/2/3. In: youtube

 

Shir Hever speaks about boycott, divestment and sanctions 1/2. In: youtube

 

 Israeli myths and propaganda. Ilan Pappé. Part 1-5. In: youtube

 

Der israelische Historiker spricht über die Ergebnisse seiner Forschungen zum Krieg von 1948, über die Manipulation des historischen Bewusstseins, die gegenwärtige „mentale“ Situation in Israel und die Zukunftsperspektiven. Vor allem interessant, was einem in Israel passieren kann, wenn man anfängt, nachzuforschen, was im Krieg von 1948 wirklich passiert ist. Eine gute Einführung in das Vorhaben der Regierung Netanjahu, Erinnerung gesetzlich unter Strafe zu stellen.

 

„Israeli Jewish society is a racist society. It dehumanizes the other Arabs and definitely the Palestinians. This is something that they suckle from a very early stage of their lives. It is part of their socialisation…It is a very dehumanized way of looking at the Palestinians…People are very happy with not knowing. It serves very well the government.”

 

 

Ilan Pappé. Ägyptens Revolution und Israel: „Schlecht für die Juden“. Die „einzige Demokratie im Nahen Osten“ wünscht keine Gesellschaft.

 

www.zmag.de/artikel/aegyptens-revolution-und-israel201eschlecht-fuer-die-juden201c

 

 

Dieser Artikel wurde offenbar vor kurzem aus der online-Zeitung herausgenommen. Er ist aber über Wikipedia (deutsch) Artikel: Ilan Pappe, Weblinks noch auffindbar.

 

 

Michael Warschawski: Sanktionen jetzt! – Israel aufwerten? – Zum Teufel, nein!

 

www.zmag.de/artikel/sanktionen-jetzt-2013-israel-aufwerten-zum-teufel-nein

 

Zum Gaza-Krieg

 

 

Michael Warschawski: Am Fuß der Mauer

 

www.freitag.de/2004/10/04100601.php

 

Schon älterer Artikel, der in zugespitzter Form aufzeigt, wohin Israel treibt. So aktuell wie vor sieben Jahren

„Ironie der Geschichte: Der Zionismus, der die Mauern des Ghettos einreißen wollte, hat das größte Ghetto der jüdischen Geschichte hervorgebracht, ein waffenstarrendes Ghetto, zwar imstande, sein Territorium ständig auszuweiten, aber dennoch ein Ghetto, auf sich selbst beschränkt und überzeugt, außerhalb seiner Mauern herrsche der Dschungel, wo eine von Grund auf und unheilbar antisemitische Welt kein anderes Ziel habe, als die jüdische Existenz zu vernichten, im Nahen Osten und in der ganzen Welt.“

„Wenn Ariel Sharon die französischen Juden auffordert, die Koffer zu packen und aus einem Europa zu fliehen, das zutiefst antisemitisch und potenziell völkermörderisch geblieben sei, ist alles, was er ihnen zu bieten hat, ein großer Bunker, bewaffnet mit maßlosem Verfolgungswahn und der Atombombe. Diese Mischung aus Paranoia und Nuklearwaffen ist eine tödliche Gefahr nicht nur für die arabischen Länder, die Israel umgeben, sondern auch für das israelische Volk, besonders heute, da die Idee des Präventivkriegs die internationale politische Bühne verpestet. Denn ein israelischer Atomschlag, den die Minister-Generäle Sharon und Eitam nicht ausschließen, wird ohne jeden Zweifel das endgültige Todesurteil für die jüdische Existenz im Nahen Osten besiegeln und wahrscheinlich in der ganzen Welt eine Welle von Antijudaismus hervorrufen, wie es sie noch nie gegeben hat. Das ist wahrhaftig eine Wette auf den Tod.“

 

 

Frank Barat: Why Israel is not a Democracy. An Interview with Ilan Pappé

 

www.counterpunch.org/barat04012011.html

 

 

“The conflict is not about the Holocaust. The Holocaust is manipulated by the Israelis in order to maintain the conflict for their own interests. The conflict is a simple story of European settlers coming in the late nineteenth century motivated by all kinds of ideas, the dominating idea was that they needed a safe haven because Europe was not safe and that this was their ancient homeland….

So the conflict is about a colonialist movement that because of the Holocaust succeeds in not appearing colonialist in a world that does not like colonialism anymore and is using all kinds of means and alliances to continue to colonise, ethnically cleanse and occupy. It's an incomplete atrocity. Zionism is an incomplete atrocity against the Palestinian People. Had it been complete, as the whites did in Australia and New Zealand, you probably would not have had a conflict today.”

 

 

Interview with Tanya Reinhart

 

 www.zcommunications.org/interview-with-tanya-reinhart

 

(Scheint nur über die englische Wikipedia-Seite über T. Reinhart aufrufbar)

 

In diesem 2002 erschienenen Interview zeigt die israelische Linguistin auf, wie Israel den Oslo-Prozess platzen ließ und wie die Öffentlichkeit von der israelischen Regierung und diese wiederum vom Militär manipuliert wird. Sie zeigt die zwei Optionen auf, die sich Israel auch heute offen hält.


“Ever since the Palestinian territories were occupied in 1967, the Israeli military and political elites have deliberated over the question how to keep maximum land (and water) with minimum Palestinian population.  A simple solution of annexing the heavily populated Palestinian land would have created a "demographic problem" - the fear that a Jewish majority could not be sustained.  Therefore, two basic approaches were formed.  The Alon plan of the Labor party proposed annexation of 35-40 percent of the territories, and either a Jordanian rule, or some form of autonomy for the rest of the land, to which the Palestinian residents will be confined. In the eyes of its proponents, this plan represented a necessary compromise.  They believed it would be inconceivable to repeat the "solution" of the 1948 Independence war, when much of the land was obtained "Arab-free", following mass expulsion of the Palestinian residents.   The second approach, whose most vocal spokesman was Sharon, strived to get more. In its extreme realization it maintained that it should be possible to find more acceptable and sophisticated ways to achieve a “1948 style" solution.  It would only be necessary to find another state for as many Palestinians as possible. "Jordan is Palestine" was the phrase Sharon coined in the 1980's.”

 

 

 Die Logik der Okkupation. Eine Diskussion mit dem israelischen Historiker Moshe Zuckermann

 

http://www.sopos.org/aufsaetze/3cee936fd4a2e/1.phtml

 

Breit gestreute Diskussion in Freiburg über die Aporien eines palästinensischen Nationalstaats, über Fundamentalismen, Antisemitismus, Todesverherrlichung usw.

 

Susann Witt-Stahl: Politisch bin ich in der Tat heimatlos. Interview mit Moshe Zuckermann über sein Buch Israel-Deutschland-Israel, Analyse & Kritik, 20. Okt 2006

 

(aufrufbar über Wikipedia deutsch: Moshe Zuckermann)

 

Shir Hever: Der zionistische Deal

 

www.palaestina-portal.eu

 

Geht der Frage nach, welche Vorteile es für das Weltjudentum bringen soll, sich mit Israel zu identifizieren. Da ich diesen Artikel im Internet nicht mehr finden kann, schicke ich ihn als Anhang.

 

Arn Strohmeyer: Wie man Antisemiten produziert. Moshe Zuckermann hinterfragt in seinem neuen Buch die propagandistischen Methoden einer Herrschaftsideologie.

 

www.palaestina-portal.eu

 

Über das Buch von Moshe Zuckermann: „Antisemit!“, ein Vorwurf als Herrschaftsideologie. Ich konnte dieses Buch noch nicht lesen. Da ich das Thema wichtig finde, setze ich ausnahmsweise diese Rezension hierhin.

 

 

Und nun noch zwei alte Texte:

 

Abraham Leon: Judenfrage und Kapitalismus

 

http://marxists.catbull.com/deutsch/archiv/leon/1946/judenfrage/index.htm

 

Besonders das Kapitel VIII, 5 ist unter gewiss historisch sehr veränderten Bedingungen sehr bedenkenswert.

 

 

Tony Cliff: A World to Win, Kap. 1: Palestine

 

www.marxists.org/archive/cliff/works/2000/wtw/index.htm

 

Der Gründer der englischen SWP erzählt in seiner Autobiografie, wie es in Palästina war, bevor Israel gegründet wurde.

 

Und nun, ganz zum Schluss noch einen wunderschönen Link:

 

www.nkusa.org/activities/Demonstrations/20091227.cfm#

 

Rally for freedom for Gaza and Palestine, Dec. 27, 2009, New York City, NY

 

 

Viel Spaß beim Lesen und Angucken!

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